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Den Kleinseiter Ring, das Zentrum der Kleinseite prägen barocke
Prachtfassaden zahlreicher Palais. Überragt werden diese Gebäude
von der rund achtzig Meter hohen Kuppel der St. Niklas Kirche, in der
seinerzeit Mozarts Requiem uraufgeführt worden ist. Begonnen hat
die Arbeit an diesem Bau der bayerische Architekt Christoph Dietzenhofer.
Am Ende der fünfzig Jahre währenden Bauphase dieser bedeutendsten
Barockkirche Prags hatten ihn bereits dessen Sohn Kilian Ignatz und schließlich
Anselmo Lurago als Bauleiter abgelöst. Oberhalb des Rings befindet
sich auf dem Hradschin der wohl berühmteste barocke Wallfahrtsort
der Stadt, das Prager Loreto-Heiligtum. Seit der Grundsteinlegung des
ursprünglichen Hauses im Jahr 1626 nahm seine Berühmtheit und
damit zusammenhängend der Besucherandrang im Laufe der Jahre immer
mehr zu, so dass die liturgischen Räume nach und nach vergrößert
und erweitert werden mussten. Auf diese Weise entstand bis zum Ende des
17. Jahrhunderts ein geschlossener Gebäudekomplex mit dem Heiligen
Haus im Zentrum. Unweit dieser Stätte der Andacht befindet sich im
Strahov-Kloster ein einzigartiger Ort der Gelehrsamkeit. Die nach dem
Dreißigjährigen Krieg erweiterte Klosterbibliothek gehört
zu den bedeutendsten Bibliotheken Alteuropas und beherbergt eine Reihe
einzigartiger Dokumente aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit.
Lassen Sie sich in die Architektur- und Kulturgeschichte des Prager Barocks
einführen und erleben Sie die Atmosphäre einzigartiger Denkmäler
aus dieser Epoche.
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