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Führung durch das jüdische Viertel Josefov (inkl. Eintritt Neuer Friedhof)
Jüdische Geschichte und Kultur hat sich tief in die Geschichte und das heutige Gesicht der Stadt Prag eingeschrieben. Auf diesem Spaziergang durch das jüdische Viertel werden Sie in die Geschichte der einst größten jüdischen Gemeinde Europas eingeführt, sehen die gotische Altneusynagoge von außen und besuchen das Grab von Franz Kafka. Seit dem 9. Jahrhundert leben und wirken jüdische Kaufleute in der Stadt und spätestens seit dem 12. Jahrhundert existiert hier eine jüdische Gemeinde. Bis zum Erlass des Toleranzgesetzes 1781 durch Joseph II. müssen die Juden in einem von der Stadt abgetrennten Ghetto leben, aus dem später die Prager Josephstadt (Josefov) hervorgeht. Aber schon zuvor sind die Juden aus der Struktur der Stadt nicht mehr wegzudenken: Im 16. Jahrhundert ernennt Rudolf II. das Gemeindeoberhaupt Maisel zu seinem Finanzberater. In dieser Zeit lebt hier auch der Rabbiner und Kabbalist Judah Loew ben Bezalet, besser bekannt als Rabbi Loew, der der Legende zufolge einen Golem erschuf, der ihm ergeben war und die Juden des Prager Ghettos beschützte. Die Überlieferung will wissen, das noch heute Überreste des Golems auf dem Dachboden der Prager Synagoge ruhen. Abgesehen von diesem eher fragwürdigen Fortbestehen, lebt die Legende vom Rabbi Loew und seinem Golem inzwischen längst als fester Bestandteil der abendländischen Kultur weiter - nicht zuletzt in der Figur des Viktor Frankenstein und seiner Kreatur. Anschließend fahren Sie mit der Metro zum Neuen Jüdischen Friedhof aus dem Jahr 1890. Zwischen einem Ölfabrikanten und einem Professor teilt sich hier einer der wohl bekanntesten Prager des zwanzigsten Jahrhunderts ein Grab mit seinen Eltern: Franz Kafka.
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